09 Aug

Therapeutische Interventionen

Wie therapeutische Interventionen den Patienten helfen können

Es gibt zahlreiche Fachliteratur von zum Beispiel Prof. Stachowske, die eindrucksvoll belegt welche Wirkung therapeutische Interventionen haben. Dies sei auch für viele andere Psychotherapeut Lüneburg und in anderen Städten interessant, wenn es um die Weiterbildung geht. more information

Hierzu gibt es zahlreiche Zitate und Infographiken. try this

Infografik zur Multigenerationentherapie

Multigenerationale Fachliteratur

05 Jul

Ärzte und Ihre Arbeit

Ärztejobs in Deutschland/ Verteilung in Deutschland/ Unterschiede Ost West

Der Traumberuf

Arzt ist nach wie vor ein Traumberuf und er ist auch ein relativ gut bezahlter Job. Jedes Jahr beenden viele junge Ärzte erfolgreich ihre Ausbildung. Deshalb gibt es nicht zuwenige Ärzte in Deutschland, aber es gibt ein großes Strukturproblem.

Ballung der Arztpraxen

In den meisten großen Städten ballen sich die Arztpraxen, in ländlichen Gebieten dagegen gibt es nicht genug Ärzte. In Bayern zum Beispiel kann heute jede vierte Hausarztpraxis nicht wieder besetzt werden, wenn ein Arzt in Rente geht.

Jede dritte Hausarztpraxis keinen Nachfolger

Noch schlimmer ist es in den östlichen Bundesländern, wo jede 3.Hausarztpraxis keinen Nachfolger findet. Noch schlimmer sieht es in den Neuen Ländern in der Fläche mit Fachärzten aus. In Brandenburg zum Beispiel gibt es ganze Landkreise, die mit einem einzigen Hautarzt oder HNO-Arzt auskommen müssen. Manche Städte von 10.000 bis 20.000 Einwohnern haben keinen einzigen Augenarzt, keinen Psychiater oder keine chirurgische Arztpaxis. Im Gegensatz dazu sind zum Beispiel in München, Köln, Hamburg und Berlin mehr als genug Facharztpraxen etabliert, diese aber zum großen Teil in den “besseren” Stadtvierteln. Während es zum Beispiel in Berlin-Zehlendorf zu viele Facharztpraxen gibt, fehlen sie in Berlin Marzahn oder Neukölln.

Ärztemangel auf dem Land

Ursachen des Ungleichgewichts

Es gibt mehrere Thesen für die Ursache des offensichtlichen Ungleichgewichtes bei den Ärztejobs in Stadt und Land. Eine liegt sicher bei den jungen Ärzten selbst. Viele wollen keinen stressigen und arbeitsreichen Job als niedergelassener Arzt und wenn doch, arbeiten sie lieber in Teams und Praxisgemeinschaften als allein vor Ort. Außerdem haben sich die Ansprüche an den Wohn-und Arbeitsort erhöht und die Super-Metropolen bieten das gewünschte Umfeld, das die Kleinstadt oder das Dorf im allgemeinen nicht bieten können.

Frauenanteil gestiegen

Ein weitere Ursache liegt darin, das der Anteil der Frauen im Arztberuf in den letzten Jahren gestiegen ist und viele junge Ärztinnen Beruf und Familie unter einen Hut bringen wollen und müssen. Sie brauchen Teilzeitstellen, regelmäßige Arbeitszeiten, Kindergärten, kurze Wege etc. und das finden sie auf dem Land eher nicht. Der dritte Grund, der potentielle Ärzte abhalten dürfte, sind die vielen Nacht- und Notdienste, die immer mehr ausufernde Bürokratie und oft sehr viel lukrativere Jobs in der Verwaltung, bei Behörden, in der Forschung und auch im Ausland. Dagegen muss die Politik, müssen vor allem die kassenärztlichen Vereinigungen etwas tun.

Einkommensgefälle von Stadt zu Dorf

Das Einkommensgefälle von Stadt zu Dorf, von Ost zu West, von Krankenhausarzt zu Facharzt und Hausarzt muss ganz gezielt austariert und geändert werden. Das kann über ganz bestimmte Einkommensvorteile, Bonuszahlungen oder finanzielle Hilfen für Praxen in den unterversorgten Gebieten geschehen. Eine weitere Möglichkeit wären auch spezielle Änderungen der Arzneimittel-Obergrenzen für Praxen in Gebieten mit höherem Altersdurchschnitt, die es gerade im Osten Deutschlands und in ländlichen Regionen gibt.

DDR als Vorbild

Auch über die Kassenärztliche Zulassung lassen sich neue Praxisgründungen steuern. Es sollte auch darüber nachgedacht werden, vielleicht Gemeinschaftspraxen nach dem Vorbild der Polikliniken der DDR zu unterstützen, bei denen die Praxiskosten für die einzelnen Ärzte gesenkt werden und auch Möglichkeiten zur Teilzeitarbeit geschaffen werden können. Eine weitere Möglichkeit wäre der Einsatz so genannter Gemeindeschwestern, die gerade auf dem Land die Ärzte unterstützen und ihnen viele Routineaufgaben abnehmen könnten. Das wäre eine wirksame Möglichkeit, Landärzte von ihren 60 bis 70 wöchentlichen Arbeitsstunden etwas zu entlasten, Genau so wichtig ist es aber auch, die Einkommen von Ärzten grundsätzlich den Bedingungen im Ausland und der freien Wirtschaft wenigstens ein Stück weit anzupassen.

Ärzteverdienst Inland/Ausland

Große Gehaltsunterschiede

Es gibt in Deutschland aber auch in den vergleichbaren europäischen Ländern große Gehaltsunterschiede bei Ärzten, deshalb sind die nachfolgend genannten Zahlen nur Durchschnittswerte. Ein Assistenzart in einem Krankenhaus oder einer anderen medizinischen Einrichtung verdient im ersten Jahr nach der Ausbildung etwa 4000 Euro brutto monatlich, nach vier Jahren etwa 4500 Euro. Ein Oberarzt bringt es auf 6000 bis maximal 7000 Euro brutto pro Monat. Bei den niedergelassenen Ärzten mit eigener Praxis kann das Einkommen je nach Fachrichtung und Praxisgröße erheblich schwanken. Im Moment werden die Radiologen am besten bezahlt. Ihr Durchschnittseinkommen liegt bei rund 230000 Euro jährlich.

Augenärzte und Orthopäden verdienen sehr gut

Auch Augenärzte und Orthopäden gehören zu den Gut-Verdienern mit durchschnittlich rund 140000 bis 150000 Euro pro Jahr. Chirurgen, Internisten, Hautärzte, Hals-Nasen-Ohrenärzte, Gynäkologen, Kinderärzte und Allgemeinmediziner bringen es auf etwa 110000 Euro im Jahr, Neurologen auf etwa 90000 Euro. Natürlich muss man dabei bedenken, dass die niedergelassenen Ärzte auch die Praxis-Einrichtung und die laufenden Betriebs-und Personalkosten allein schultern müssen.

Ärztliche Untersuchung für gesunde Menschen

Einkommen kaum höher als 5000,- Euro

In einer mittelgroßen Allgemeinarztpraxis mit hohem Anteil an Kassenpatienten hat ein Arzt kaum mehr als 5000 Euro brutto monatlich für sich zur Verfügung, also kaum mehr als der Assistenzarzt im Krankenhaus.

Bessere Bezahlung in Dänemark, Schweiz, GB und Niederlande

In der Schweiz, in Dänemark, in Großbritannien und den Niederlanden werden angestellte Ärzte deutlich besser bezahlt als ihre deutschen Kollegen, noch viel mehr verdienen sie in den USA und in Australien, wo es für Mediziner aller Fachrichtungen Top-Verdienste gibt. Hinzu kommen noch wesentlich bessere Arbeitsbedingungen. In den genannten Ländern muss kein angestellter Arzt so viele Wochenstunden arbeiten wie in Deutschland. Besonders Überstunden und Notdienste werden, anders als bei uns, sehr ordentlich vergütet. Außerdem gibt es im Ausland auch die starren Hierarchien nicht, die in deutschen Krankenhäusern leider oft herrschen und ein Vorwärtskommen erschweren.

Junge Ärzte zieht es nach Schweden und Norwegen>/h6>
Deshalb zieht es junge Ärzte auch nach Schweden und Norwegen. Dort sind die Gehälter zwar nicht höher als bei uns, aber die Arbeitsbedingungen um ein Vielfaches besser. Aus den genannten Gründen sind schon jetzt über 16000 in Deutschland ausgebildete Klinik-Ärzte im Ausland tätig und ihre Zahl wird sich weiter erhöhen. Wenn die Politik verhindern will, dass immer mehr gut ausgebildete deutsche Ärzte ins Ausland abwandern, dann muss sie ihr Einkommen angleichen und ihre Arbeitsbedingungen optimieren helfen.

schwedische Flagge:

In Schweden geht es den Ärzten besser

Rekrutierungsvideo, um Ärzte für Norwegen zu gewinnen